Zum Inhalt springen
auffindig – zur Startseite

Wissen · Links

Interne Links: So verbinden Sie Ihre Seiten richtig

Interne Links verbinden die Seiten Ihrer Website und zeigen Google, welche Seiten es gibt und worum es dort geht. Verlinken Sie jede wichtige Seite mit einem aussagekräftigen Linktext und als echten HTML-Link. Kaputte Links, internes nofollow und Links, die nur aus einem Symbol bestehen, sollten Sie beheben.

Über Links findet Google neue Seiten, und aus dem Linktext erfährt Google, worum es auf der Zielseite geht. Laut Google entdeckt die Suchmaschine den Großteil neuer Seiten über Links. Eine Seite, auf die kein Link zeigt, ist deshalb schwer zu finden.

Interne Links verbinden die Seiten Ihrer eigenen Website: Hauptmenü, Brotkrümelnavigation, Links im Fließtext und Footer. Externe Links führen auf andere Websites. Beide haben ihren Platz. Google empfiehlt, jede Seite, die Ihnen wichtig ist, von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website aus zu verlinken. Am besten dort, wo der Link Lesern im Zusammenhang weiterhilft.

Ein Beispiel: Auf der Seite über Heizungstausch passt ein Link zur Seite über Förderungen. Auf der Seite über Badsanierung passt ein Link zur barrierefreien Dusche. So finden Besucher den nächsten Schritt, und Google versteht, wie Ihre Themen zusammenhängen. Eine XML-Sitemap ergänzt interne Links, ersetzt sie aber nicht.

Auch externe Links sind nichts, wovor Sie sich fürchten müssen. Google schreibt, dass Verweise auf Quellen Vertrauen schaffen können.

Eine ideale Zahl gibt es laut Google nicht. Google formuliert es so: Wenn Sie den Eindruck haben, es seien zu viele, dann sind es vermutlich zu viele. Wichtiger als die Menge ist, dass jeder Link einen Grund hat.

Auffindig zählt die eindeutigen Ziele auf der geprüften Seite und bewertet sie mit eigenen Orientierungswerten:

Orientierungswerte von Auffindig für die Zahl der Links (keine Google-Grenzwerte)
Linkart In Ordnung Verbesserbar Problem
Interne Ziele 10 bis 300 3 bis 9 oder mehr als 300 weniger als 3
Externe Ziele bis 100 mehr als 100 –

Weniger als drei interne Links deuten auf eine Sackgasse hin, etwa eine Landingpage ohne Menü. Mehrere hundert Links entstehen zum Beispiel durch Mega-Menüs oder Footer mit langen Listen. Setzen Sie Links im Fließtext außerdem nicht direkt nebeneinander. Laut Google lassen sie sich dann schwerer unterscheiden, und jedem Link fehlt der umgebende Text.

Was ist ein guter Linktext?

Ein guter Linktext sagt, was hinter dem Link wartet, auch ohne den Satz drumherum. Er ist beschreibend, angemessen kurz und passt zur Zielseite. Allgemeine Texte wie „hier“, „mehr“ oder „weiterlesen“ verraten nichts.

Der Linktext, auch Ankertext genannt, ist der sichtbare, anklickbare Text eines Links. Google empfiehlt einen einfachen Test: Lesen Sie nur den Linktext. Wissen Sie dann, worum es auf der Zielseite geht? Wenn nicht, braucht der Link einen genaueren Text.

Schlecht: Der Linktext sagt nichts über das Ziel.

Unsere Öffnungszeiten finden Sie <a href="/kontakt/">hier</a>.

Besser: Der Linktext beschreibt das Ziel.

Alle Zeiten stehen auf der Seite <a href="/kontakt/">Öffnungszeiten und Anfahrt</a>.

Auch für Barrierefreiheit zählt der Linktext. Screenreader können eine Liste aller Links einer Seite anzeigen. Zehnmal „mehr erfahren“ hilft dort niemandem. Die WCAG verlangen auf Stufe A, dass sich der Zweck eines Links aus dem Linktext oder seinem unmittelbaren Zusammenhang ergibt (Erfolgskriterium 2.4.4).

Auffindig meldet drei Muster als verbesserbar, ab mehr als zehn Treffern als Problem:

  • allgemeine Linktexte wie „hier“, „mehr erfahren“, „Details“ oder „read more“,
  • Linktexte mit mehr als 100 Zeichen,
  • derselbe Linktext für verschiedene interne Ziele, etwa mehrmals „Leistungen“ mit unterschiedlichen Adressen.

Stopfen Sie aber keine Suchbegriffe in Linktexte. Google zählt Keyword-Stuffing auch in Linktexten zu den Verstößen gegen die Spamrichtlinien. Schreiben Sie so natürlich wie möglich.

Ein Link ist kaputt, wenn sein Ziel einen Fehler liefert, meist den HTTP-Statuscode 404 „nicht gefunden“. Reparieren Sie ihn, indem Sie den Link auf die richtige Adresse ändern. Ist die Seite umgezogen, leiten Sie die alte Adresse per 301 auf die neue weiter.

Kaputte Links ärgern Besucher und führen Google ins Leere. Eine URL, die 404 liefert, entfernt Google aus dem Index, falls sie dort war. Eine 301-Weiterleitung wertet Google dagegen als starkes Signal, das Ziel zu verarbeiten. Mehr dazu im Artikel über Weiterleitungen.

  • Google Search Console: Der Bericht zur Seitenindexierung listet Adressen mit dem Status „Nicht gefunden (404)“. Google empfiehlt, vor allem 404-Fehler zu beheben, auf die Ihre eigene Website oder Ihre Sitemap verweist.
  • Bericht von Auffindig: Auffindig prüft bei jeder Analyse bis zu 25 interne und bis zu 10 externe Link-Ziele als Stichprobe. Seiten wie Warenkorb, Login oder Admin-Bereich lässt die Prüfung aus.
  • Einzelne Ziele: Mit dem Weiterleitungs-Checker sehen Sie für jede Adresse Statuscode und Weiterleitungskette.

Weiterleitungen sind kein Fehler, kosten aber jedes Mal eine zusätzliche Anfrage. Setzen Sie interne Links deshalb direkt auf die endgültige Adresse. Auffindig meldet „verbesserbar“, wenn mindestens drei geprüfte Links oder ein Fünftel davon weiterleiten. Bei externen Links bewertet Auffindig nur 404, 410 und nicht auflösbare Domains als kaputt. Links zu großen sozialen Netzwerken lässt die Stichprobe aus. Antwortet ein Ziel mit einer Zugriffssperre oder innerhalb der Zeit gar nicht, gilt es als „nicht prüfbar“, nicht als kaputt.

Was ist mit nofollow, Parametern und http-Links?

Interne Links sollten ohne nofollow, ohne Tracking-Parameter und direkt auf die https-Adresse zeigen. Jede dieser drei Abweichungen erzeugt unnötige Umwege oder Doppelungen.

nofollow nur für externe Links

Der Wert nofollow im Attribut rel sagt Google, dass Sie Ihre Website nicht mit dem Linkziel in Verbindung bringen möchten. Google sieht es für externe Links vor, denen Sie nicht vertrauen. Bezahlte Links kennzeichnen Sie mit rel="sponsored", Links aus Kommentaren oder Foren mit rel="ugc". Für Seiten innerhalb Ihrer eigenen Website verweist Google auf die robots.txt, nicht auf nofollow.

<!-- bezahlter Link -->
<a href="https://partner.example/" rel="sponsored">Angebot unseres Partners</a>

<!-- Link aus einem Kommentar -->
<a href="https://example.org/" rel="ugc">Link einer Leserin</a>

Parameter und Session-IDs

Parameter wie ?utm_source=newsletter oder Session-IDs erzeugen viele Adressen für denselben Inhalt. Laut Google kann das dazu führen, dass Googlebot unnötig viel abruft und nicht alle Inhalte indexiert. Google rät, Session-IDs in URLs möglichst zu vermeiden. Tracking-Parameter gehören in Kampagnen-Links von außen, nicht in Ihr Menü. Auffindig meldet interne Links mit Session-IDs als Problem.

http-Links auf einer https-Website

Zeigt ein interner Link noch auf http://, muss der Server erst auf https:// weiterleiten. Das kostet eine zusätzliche Anfrage. Ersetzen Sie solche Links durch die https-Adresse, etwa nach einer Umstellung mit einem Suchen-und-Ersetzen in der Datenbank.

Google kann einem Link in der Regel nur folgen, wenn er ein <a>-Element mit href-Attribut ist. Navigation, die nur per JavaScript-Klick funktioniert, erkennt Google nicht zuverlässig. Auffindig führt selbst kein JavaScript aus und meldet solche Konstruktionen als verbesserbar.

Per JavaScript eingefügte Links sind laut Google kein Problem, solange sie als normales <a href> im Code stehen. Problematisch sind Klick-Handler ohne echte Adresse:

Schlecht: Kein href oder eine javascript:-Adresse.

<span onclick="location.href='/leistungen/'">Leistungen</span>
<a onclick="goto('/leistungen/')">Leistungen</a>
<a href="javascript:goTo('leistungen')">Leistungen</a>

Besser: Ein echter Link. JavaScript darf zusätzlich reagieren.

<a href="/leistungen/">Leistungen</a>

Ob Google einen per JavaScript erzeugten Linktext sieht, prüfen Sie mit dem URL-Prüftool der Google Search Console. Es zeigt das gerenderte HTML.

Jeder Link braucht einen Namen, den Screenreader vorlesen können. Bei reinen Symbolen fehlt dieser Name oft, etwa beim Facebook-Icon, dem Warenkorb oder dem verlinkten Logo. Ergänzen Sie dann ein aria-label oder einen aussagekräftigen Alt-Text.

Die WCAG verlangen auf Stufe A, dass Name und Rolle jedes Bedienelements maschinell ermittelbar sind (Erfolgskriterium 4.1.2). Auch Google nutzt bei verlinkten Bildern den alt-Text als Linktext. Fehlt beides, ist der Link für Screenreader und Suchmaschine stumm.

Schlecht: Ein Symbol ohne Namen, ein Bild mit leerem alt.

<a href="https://www.facebook.com/praxis-muster"><svg aria-hidden="true">…</svg></a>
<a href="/"><img src="logo.svg" alt=""></a>

Besser: Name per aria-label bzw. alt-Text.

<a href="https://www.facebook.com/praxis-muster" aria-label="Facebook-Seite der Praxis Muster"><svg aria-hidden="true">…</svg></a>
<a href="/"><img src="logo.svg" alt="Praxis Muster – zur Startseite"></a>

Ist ein sichtbarer Text vorhanden, ist er die bessere Wahl. MDN empfiehlt aria-label nur, wenn kein sichtbarer Text zur Verfügung steht. Auffindig meldet ein bis zwei Links ohne Namen als verbesserbar und ab drei als Problem. Weitere Prüfpunkte zu Bedienbarkeit und Screenreadern finden Sie im Artikel zur barrierefreien Website.

Diese Punkte jetzt auf Ihrer Seite prüfen

So prüft Auffindig

Zu diesem Thema gehören 8 der 120 Prüfpunkte. Alle Gewichte und Formeln stehen in der Methodik, den Anteil am Gesamtscore finden Sie unter Bereich Links.

Ausreichend interne Links

Prüfpunkt
4.01
Bereich
Links
Gewicht
3 (mittel)

In Ordnung: 10–300 verschiedene interne Linkziele. Verbesserbar: 3–9 oder mehr als 300. Problem: weniger als 3.

Externe Links im Rahmen

Prüfpunkt
4.02
Bereich
Links
Gewicht
1 (gering)

In Ordnung: höchstens 100 verschiedene externe Linkziele. Verbesserbar: mehr als 100.

Keine kaputten internen Links (Stichprobe)

Prüfpunkt
4.03
Bereich
Links
Gewicht
3 (mittel)

Geprüft werden bis zu 25 interne Links (ohne Login-, Warenkorb- und Admin-Seiten) sowie die verlinkten Seiten Impressum und Datenschutz. In Ordnung: kein kaputter Link und weniger als 20 % dauerhafte Weiterleitungen. Verbesserbar: kein kaputter Link, aber mindestens 3 Links oder 20 % leiten dauerhaft (301 oder 308) weiter. Problem: mindestens ein Link liefert einen Fehler (4xx außer 401, 403 und 429, oder 5xx) oder sein Server ist nicht erreichbar (Domain unbekannt, Verbindung abgelehnt) bzw. hat ein ungültiges Zertifikat (abgelaufen, falscher Name, selbst signiert). Vorübergehende Weiterleitungen und Weiterleitungen auf andere Websites erscheinen nur als Hinweis; Zeitüberschreitungen, 401, 403, 429 und erkannter Bot-Schutz gelten als „nicht prüfbar“.

Keine kaputten externen Links (Stichprobe)

Prüfpunkt
4.04
Bereich
Links
Gewicht
1 (gering)

Geprüft werden bis zu 10 externe Links, höchstens einer je Website; soziale Netzwerke sind ausgenommen. In Ordnung: kein kaputter Link. Verbesserbar: mindestens ein Link liefert 404 oder 410 oder seine Domain existiert nicht. Ziele, die mit 401, 403, 429 oder 999 antworten oder nicht rechtzeitig reagieren, gelten als „nicht prüfbar“.

Alle Links haben einen Namen

Prüfpunkt
4.05
Bereich
Links
Gewicht
3 (mittel)

Als Name zählen Linktext, Alternativtext eines verlinkten Bilds, aria-label, aria-labelledby, title oder ein <title> im SVG. In Ordnung: alle Links haben einen Namen. Verbesserbar: 1–2 Links ohne Namen. Problem: 3 oder mehr Links ohne Namen. Links, die verborgen sind (aria-hidden="true", hidden, display:none) oder in noscript stehen, zählen nicht.

Aussagekräftige Linktexte

Prüfpunkt
4.06
Bereich
Links
Gewicht
1 (gering)

Gezählt werden allgemeine Linktexte (z. B. „hier“, „mehr“, „weiterlesen“, „mehr erfahren“, „Details“, „read more“), Linktexte über 100 Zeichen und gleiche Linktexte, die zu zwei oder mehr verschiedenen internen Zielen führen. In Ordnung: kein Treffer. Verbesserbar: 1–10 Treffer. Problem: mehr als 10 Treffer.

Saubere interne Link-Adressen

Prüfpunkt
4.07
Bereich
Links
Gewicht
1 (gering)

Gezählt werden interne Links mit Session-ID, mehr als zwei Parametern oder utm-Parametern, mit rel="nofollow" oder mit http:// auf einer HTTPS-Website. Nicht als nofollow- oder Parameter-Treffer gelten Aktions-Links (z. B. „In den Warenkorb“, „Anmelden“, „Antworten“) und Adressen, die die robots.txt für Googlebot ausdrücklich sperrt. In Ordnung: keine. Verbesserbar: 1–10. Problem: mehr als 10 oder mindestens ein Link mit Session-ID.

Crawlbare Links

Prüfpunkt
4.08
Bereich
Links
Gewicht
1 (gering)

Gezählt werden Links ohne echtes Ziel: <a> ohne href, aber mit onclick; href="javascript:…"; href="#" mit onclick; div, span, li oder button, die per onclick zu einer Adresse wechseln. In Ordnung: keine. Verbesserbar: mindestens eine.

Häufige Fragen

Wie viele interne Links braucht eine Seite?

Eine feste Zahl gibt es laut Google nicht. Jede wichtige Seite sollte aber von mindestens einer anderen Seite aus verlinkt sein. Auffindig hält 10 bis 300 interne Link-Ziele pro Seite für unauffällig.

Soll ich interne Links auf nofollow setzen?

Nein. Google sieht nofollow für externe Links vor, denen Sie nicht vertrauen. Seiten, die Google nicht abrufen soll, sperren Sie in der robots.txt; Seiten, die nicht in den Suchergebnissen erscheinen sollen, schließen Sie mit noindex aus.

Darf derselbe Linktext auf verschiedene Seiten zeigen?

Besser nicht. Führen zwei Links mit dem Text „Leistungen“ zu unterschiedlichen Seiten, wissen weder Besucher noch Suchmaschinen, was sie erwartet. Auffindig meldet das als verbesserbar.

Wie finde ich kaputte Links auf meiner Website?

Sehen Sie im Bericht zur Seitenindexierung der Google Search Console nach Adressen mit dem Status „Nicht gefunden (404)“. Der Bericht von Auffindig testet zusätzlich eine Stichprobe der Links auf der geprüften Seite.

Quellen

  1. Google Search Central: Best Practices für Links (abgerufen am )
  2. Google Search Central: SEO-Leitfaden für Einsteiger (abgerufen am )
  3. Google Search Central: Ausgehende Links qualifizieren (nofollow, sponsored, ugc) (abgerufen am )
  4. Google Search Central: Best Practices für die URL-Struktur (abgerufen am )
  5. Google Crawling Infrastructure: Wie HTTP-Statuscodes die Google-Crawler beeinflussen (abgerufen am )
  6. Google Search Central: Spamrichtlinien für die Google Websuche (abgerufen am )
  7. Search Console-Hilfe: Bericht zur Seitenindexierung (abgerufen am )
  8. W3C: Understanding WCAG 2.2, Erfolgskriterium 2.4.4 Link Purpose (In Context) (abgerufen am )
  9. W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, Erfolgskriterium 4.1.2 Name, Role, Value (abgerufen am )
  10. MDN Web Docs: ARIA-Attribut aria-label (abgerufen am )

Verwandte Artikel