Wie kommt eine Seite in den Google-Index?
Google findet eine Seite über Links oder eine Sitemap, ruft sie mit einem automatischen Programm ab (Crawler), wertet ihren Inhalt aus und speichert sie im Index. Erst danach kann sie in den Suchergebnissen erscheinen. Einen Anspruch darauf gibt es nicht: Google garantiert laut eigener Dokumentation weder das Crawling noch die Indexierung einer Seite.
Gleiche oder sehr ähnliche Seiten fasst Google zusammen und wählt eine davon als Hauptadresse aus. Inhalte, die erst per JavaScript entstehen, verarbeitet Google mit einer aktuellen Chrome-Version. Dass andere Suchmaschinen und KI-Crawler JavaScript ebenso ausführen, sollten Sie nicht voraussetzen (mehr dazu im Artikel KI-Sichtbarkeit).
Diese technischen Punkte entscheiden mit, ob und unter welcher Adresse eine Seite im Index landet:
- Die Seite antwortet mit dem Statuscode 200.
- Sie enthält keine Anweisung
noindex– weder im HTML noch im HTTP-Header. - Die robots.txt sperrt die Adresse nicht für den Googlebot.
- Die Hauptadresse ist eindeutig: ein Canonical, eine Variante mit oder ohne
www, eine Schreibweise mit oder ohne Slash am Ende. - Der Head ist gültig, damit Google Canonical, robots und hreflang überhaupt liest.
Ob eine bestimmte Seite im Index ist, zeigt die kostenlose Google Search Console mit dem „URL-Prüftool“. Dort können Sie nach einer Korrektur auch „Indexierung beantragen“.
Welche Statuscodes sind für die Indexierung wichtig?
Nur Seiten mit einem Statuscode der 2xx-Gruppe – im Normalfall 200 – gibt Google an die Indexierung weiter. Inhalte von Seiten mit 4xx-Status verwendet Google nicht, und 5xx-Fehler bremsen das Crawling.
| Statuscode | Bedeutung | So behandelt Google die Adresse |
|---|---|---|
| 200 | OK, Inhalt wird ausgeliefert | Inhalt geht in die Indexierung – ohne Garantie, dass er aufgenommen wird. |
| 301, 308 | dauerhaft umgezogen | starkes Signal, dass das Ziel die neue Hauptadresse ist |
| 302, 303, 307 | vorübergehend umgeleitet | schwaches Signal; in den Suchergebnissen bleibt in der Regel die alte Adresse |
| 404, 410 | nicht gefunden bzw. entfernt | Inhalt gilt als nicht vorhanden, bereits indexierte Adressen werden entfernt. 410 behandelt Google nicht anders als 404. |
| 429, 5xx | zu viele Anfragen bzw. Serverfehler | Google crawlt langsamer. Bleibt der Fehler bestehen, fallen indexierte Adressen nach und nach heraus. |
Google folgt standardmäßig bis zu zehn Weiterleitungen hintereinander, empfiehlt aber, direkt auf das endgültige Ziel weiterzuleiten – jede Station kostet Ladezeit. Wie Sie Weiterleitungen sauber einrichten, erklärt der Artikel Weiterleitungen. Auffindig bewertet den Status der letzten Station: Liefert sie einen Fehler, gibt es keinen Gesamtscore, sondern nur den Bericht zu Technik und Sicherheit.
Was bewirken noindex und X-Robots-Tag?
Die Anweisung noindex sagt Google, eine Seite nicht in die Suchergebnisse aufzunehmen – auch dann nicht, wenn andere Websites darauf verlinken. Sie steht entweder als Meta-Tag im Head oder als HTTP-Header X-Robots-Tag.
<meta name="robots" content="noindex">
Für Dateien ohne HTML, etwa PDFs oder Bilder, gibt es nur den Header. Er kann auch gezielt einen Crawler ansprechen, im HTML geht das mit name="googlebot":
X-Robots-Tag: noindex
X-Robots-Tag: googlebot: noindex, nofollow
Wichtig zu wissen:
- robots.txt-Sperre hebelt noindex aus: Ist die Adresse per robots.txt gesperrt, ruft Google sie nicht ab und sieht das noindex nie. Die Adresse kann dann trotzdem – ohne Beschreibung – in den Ergebnissen auftauchen.
- Strengere Anweisung gewinnt: Widersprechen sich Meta-Tag und Header, gilt die restriktivere Angabe.
nonebedeutet dasselbe wienoindex, nofollow. - Ablaufdatum: Mit
unavailable_afterzeigt Google die Seite nach dem angegebenen Zeitpunkt nicht mehr an. Ein vergangenes Datum wirkt also wie noindex.
Ein typischer Fall ist ein vergessenes noindex aus der Entwicklungsphase. In WordPress, Wix und ähnlichen Systemen steuern Sie die Sichtbarkeit für Suchmaschinen über die Einstellungen der Plattform, nicht im HTML.
Wie setze ich das Canonical richtig?
Das Canonical (<link rel="canonical">) nennt Google die Hauptadresse, wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist – etwa über Sortier- und Filterparameter oder über http und https. Setzen Sie auf jeder Seite ein absolutes Canonical auf die eigene https-Adresse; Google wertet es als starkes Signal, entscheidet aber letztlich selbst.
Schlecht: relativer Pfad, http statt https
<link rel="canonical" href="/leistungen">
<link rel="canonical" href="http://www.example.com/leistungen/">
Gut: absolute https-Adresse, die auf sich selbst zeigt
<link rel="canonical" href="https://www.example.com/leistungen/">
Die wichtigsten Regeln aus der Google-Dokumentation:
- Das Canonical gilt nur im
<head>. Steht es im Body, ignoriert Google es. - Pro Seite eine Hauptadresse: Nennen Sie nicht über verschiedene Wege (HTML, HTTP-Header, Sitemap) unterschiedliche Adressen.
- Keine Sprungmarke (
#…) im Canonical – Google unterstützt Fragmente in der Regel nicht. - Das Ziel sollte mit 200 antworten. Leitet es weiter oder liefert es einen Fehler, nennen Sie Google eine Hauptadresse, deren Inhalt es nicht verwenden kann – Auffindig wertet das als Problem.
- Duplikate innerhalb der eigenen Website nicht per robots.txt sperren und nicht mit noindex ausschließen – dafür ist das Canonical da.
- Für PDFs funktioniert dieselbe Angabe als HTTP-Header
Link: <https://…>; rel="canonical".
Ein Sonderfall sind Slash-Varianten: Für Google sind /leistungen und /leistungen/ zwei verschiedene Adressen (nur bei der Startseite ist das egal). Leiten Sie eine Variante per 301 auf die andere um oder verweisen Sie zumindest per Canonical darauf – Details im Abschnitt Slash-Varianten.
Was ist ein Soft-404?
Ein Soft-404 ist eine Seite, die „nicht gefunden“ anzeigt oder leer ist, aber trotzdem den Statuscode 200 liefert. Richtig ist ein echter 404- oder 410-Status zusammen mit einer hilfreichen Fehlerseite.
Warum das zählt: Liefert jede beliebige Adresse Status 200, existieren beliebig viele Kopien Ihrer Fehlerseite, und Google erkennt gelöschte Seiten nicht als gelöscht. Die Search Console meldet solche Fälle im „Bericht zur Seitenindexierung“ als „Soft 404-Fehler“. Auffindig ruft dafür eine zufällige, sicher nicht vorhandene Adresse Ihrer Website auf und prüft den Status. Eine Weiterleitung aller unbekannten Adressen auf die Startseite ist ebenfalls kein echter 404 und wird als verbesserbar gewertet.
So stellen Sie den Server um, damit die eigene Fehlerseite mit Status 404 ausgeliefert wird:
# Apache (.htaccess oder Server-Konfiguration) – lokaler Pfad, keine volle URL
ErrorDocument 404 /404.html
# nginx (im server-Block)
error_page 404 /404.html;
Wichtig bei Apache: Geben Sie einen Pfad an, keine vollständige Adresse mit https://. Bei einer vollständigen Adresse schickt Apache eine Weiterleitung, und der Browser erhält nie den Status 404. Prüfen Sie auch Weiterleitungsregeln und -Plugins: Eine Regel, die alle unbekannten Adressen auf die Startseite schickt, erzeugt genau dieses Problem.
Ungültiger Head: Wann ignoriert Google Metadaten?
Google liest im <head> nur die Elemente title, meta, link, script, style, base, noscript und template. Steht dort ein anderes Element, etwa ein img oder iframe, hört Google an dieser Stelle auf zu lesen – Canonical, robots-Angaben und hreflang dahinter gehen verloren.
Schlecht: Tracking-Bild vor den SEO-Angaben
<head>
<title>Leistungen | Example</title>
<img src="https://tracker.example.net/pixel.gif" alt="">
<link rel="canonical" href="https://www.example.com/leistungen/">
</head>
Gut: SEO-Angaben zuerst, fremde Elemente im Body
<head>
<meta charset="utf-8">
<title>Leistungen | Example</title>
<link rel="canonical" href="https://www.example.com/leistungen/">
</head>
Solche Elemente gelangen etwa über Tracking-Pixel, eingebettete Widgets oder Codeschnipsel in den Head, die ein Plugin dort einfügt. Wie Google ein Bild innerhalb von <noscript> im Head behandelt, ist nicht dokumentiert; Auffindig meldet diesen Fall deshalb nur als verbesserbar.
Wie gebe ich hreflang und Sprache richtig an?
Mit hreflang verknüpfen Sie Sprach- und Länderversionen derselben Seite, etwa für Österreich (de-AT) und Deutschland (de-DE). Jede Version muss sich selbst und alle anderen nennen, und die Verweise müssen gegenseitig sein – sonst ignoriert Google sie.
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://www.example.com/at/">
<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://www.example.com/de/">
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://www.example.com/">
Diese drei Zeilen stehen identisch auf allen drei Seiten; x-default ist die Ausweichseite für alle anderen Sprachen und Länder. Alternativ geht hreflang im HTTP-Header oder in der Sitemap – für Google sind die drei Wege gleichwertig.
| Falsch | Richtig | Grund |
|---|---|---|
de_AT |
de-AT |
Sprache und Region werden mit Bindestrich getrennt. |
en-UK |
en-GB |
Regionen nach ISO 3166-1 Alpha-2; „UK“ hat bei Google keine Wirkung. |
AT |
de-AT |
Eine Region allein ist ungültig, die Sprache (ISO 639-1) muss vorne stehen. |
href="/at/" |
href="https://www.example.com/at/" |
Google verlangt vollständige Adressen inklusive Protokoll. |
Die Sprache einer Seite ermittelt Google selbst aus dem Inhalt; weder das lang-Attribut noch hreflang dienen dafür. Trotzdem sollten alle Angaben zusammenpassen: <html lang="de-AT"> brauchen Screenreader für die richtige Aussprache (mehr dazu im Artikel zur Barrierefreiheit), und Auffindig vergleicht lang, einen Content-Language-Header, og:locale und hreflang mit der erkannten Textsprache. Die Sprache per <meta http-equiv="Content-Language"> festzulegen, rät das W3C ausdrücklich ab.
Worauf kommt es bei URL, Doctype und Zeichensatz an?
Lesbare Adressen mit Bindestrichen, ein HTML5-Doctype in der ersten Zeile und UTF-8 als Zeichensatz sind einfache Grundlagen. Sie verhindern doppelte Adressen, Darstellungsfehler und zerstörte Umlaute im Suchergebnis.
- Adresse (URL): Wörter statt ID-Nummern, Bindestriche statt Unterstriche, möglichst wenige Parameter und keine Sitzungskennungen (Session-IDs). Google unterscheidet Groß- und Kleinschreibung:
/Leistungen/und/leistungen/sind zwei Adressen. Umlaute im Pfad sollten in Links prozentkodiert sein (gemüsewird zugem%C3%BCse). - Doctype:
<!DOCTYPE html>gehört ganz an den Anfang des Dokuments. Fehlt er, stellen Browser die Seite im sogenannten Quirks-Modus dar, der das Verhalten sehr alter Browser nachahmt. - Zeichensatz: UTF-8 ist der einzige gültige Zeichensatz für HTML5. Die Angabe
<meta charset="utf-8">muss vollständig in den ersten 1 024 Bytes stehen, am besten als erstes Element im Head. Nennt der Server imContent-Type-Header ebenfalls einen Zeichensatz, sollte auch dort UTF-8 stehen. - Domain: Subdomain, Länge, Bindestriche und Umlaute zeigt Auffindig nur als Info. Umlaut-Domains werden technisch in eine ASCII-Form mit dem Präfix
xn--umgewandelt (Punycode).
<!DOCTYPE html>
<html lang="de-AT">
<head>
<meta charset="utf-8">
Ändern Sie bestehende Adressen, leiten Sie die alten per 301 auf die neuen um. Alle Grenzwerte, nach denen Auffindig diese Punkte bewertet, finden Sie unten im Abschnitt So prüft Auffindig.
Diese Punkte jetzt auf Ihrer Seite prüfen
So prüft Auffindig
Zu diesem Thema gehören 11 der 120 Prüfpunkte. Alle Gewichte und Formeln stehen in der Methodik, den Anteil am Gesamtscore finden Sie unter Bereich Technik & Indexierbarkeit und Bereich Meta-Angaben & Snippet.
Seite erreichbar (Status 200)
In Ordnung: Die Seite antwortet mit Status 200. Verbesserbar: anderer 2xx-Status (z. B. 203 oder 204). Problem: Weiterleitung ohne Ziel, Weiterleitungsschleife, Status 4xx oder 5xx oder keine Antwort (Zeitüberschreitung). Bei einem Problem prüft Auffindig nur Technik und Sicherheit und berechnet keinen Gesamtscore.
Seite für Suchmaschinen freigegeben (kein noindex)
In Ordnung: weder „noindex“ noch „none“ im Robots-Meta-Tag oder im Header X-Robots-Tag. Verbesserbar: „nofollow“ für die ganze Seite. Problem: „noindex“, „none“ oder ein abgelaufenes „unavailable_after“; der Gesamtscore ist dann auf höchstens 49 begrenzt.
Bevorzugte Adresse (Canonical) korrekt
In Ordnung: genau ein absolutes Canonical, das auf die Seite selbst zeigt (mehrere gleichlautende sind erlaubt, ebenso die eigene Adresse ohne Parameter). Verbesserbar: Canonical fehlt, ist relativ oder leer, zeigt auf dieselbe Seite in der anderen Schreibweise (mit bzw. ohne www), zeigt bewusst auf eine andere Adresse mit Status 200, oder das Ziel lässt sich nicht prüfen (401, 403, 429, Zeitüberschreitung). Problem: mehrere widersprüchliche Canonicals (auch zwischen HTML und HTTP-Header), Canonical nur im Body, Ziel mit Status 3xx, 4xx oder 5xx oder mit Zertifikatsfehler (abgelaufen, falscher Name, selbst signiert), oder ein http-Canonical auf einer https-Seite.
Nicht vorhandene Seiten liefern Status 404
In Ordnung: Eine zufällig erfundene Adresse liefert einen Fehlerstatus 4xx (z. B. 404 oder 410); ergänzt der Server nur einen Schrägstrich, zählt der Status danach. Verbesserbar: Sie wird weitergeleitet (z. B. auf die Startseite) oder liefert einen Serverfehler (5xx). Problem: Sie liefert Status 200 (Soft-404). Antwortet sie nicht oder mit 429, gilt der Punkt als „nicht prüfbar“.
Gültiger Head: Metadaten werden gelesen
In Ordnung: im Head stehen nur erlaubte Elemente (title, meta, link, script, style, base, noscript, template). Verbesserbar: ein anderes Element steht erst nach allen SEO-Metadaten, oder im Head steht ein <noscript> mit Bild oder iframe. Problem: ein anderes Element (z. B. img, iframe, div oder freier Text) steht vor robots-Angabe, Meta-Description, Canonical oder hreflang.
Sprachversionen (hreflang) korrekt verknüpft
In Ordnung: alle hreflang-Angaben korrekt, mit Selbstverweis, Rückverweisen und x-default. Verbesserbar: nur x-default fehlt. Problem: ungültige Sprach- oder Ländercodes, relative oder ungültige Adressen, fehlender Selbstverweis, derselbe Code für verschiedene Adressen oder fehlende Rückverweise. Rückverweise prüfen wir bei bis zu 3 Alternativen; Ziele, die mit 401, 403 oder 429 antworten oder nicht rechtzeitig reagieren, gelten als „nicht prüfbar“. Entfällt, wenn die Seite keine hreflang-Angaben hat.
Sprachangaben stimmen überein
In Ordnung: html lang, Header Content-Language, og:locale und hreflang-Selbstverweis passen zur erkannten Sprache des Textes (auf zweisprachigen Seiten genügt ein wesentlicher Textanteil). Verbesserbar: mindestens eine Angabe weicht ab. Entfällt bei weniger als 50 Wörtern, ohne gültige Sprachangabe und wenn sich die Textsprache nicht sicher erkennen lässt.
Kurze, lesbare Adresse (URL)
In Ordnung: höchstens 100 Zeichen und keiner dieser Treffer: Großbuchstaben im Pfad, Unterstriche, nicht kodierte Leer- oder Sonderzeichen, mehr als zwei Parameter, Session-ID, mehr als vier Verzeichnisebenen. Verbesserbar: länger als 100 Zeichen oder mindestens ein Treffer. Problem: Session-ID in der Adresse.
Doctype und Zeichensatz (UTF-8)
In Ordnung: HTML5-Doctype und eindeutig UTF-8. Verbesserbar: älterer Doctype, anderer Zeichensatz als UTF-8, keine Zeichensatz-Angabe, ungültige UTF-8-Zeichen, Widerspruch zwischen Server-Header und Meta-Angabe, oder Meta-Charset erst nach den ersten 1 024 Bytes, wenn weder Server-Header noch BOM den Zeichensatz nennen. Problem: kein Doctype (Quirks-Modus).
Merkmale der Domain
Info: zeigt Subdomain (außer www), Länge des Domainnamens, Bindestriche, Umlaut-Domain (IDN) und Domain-Endung. Keine Bewertung.
Eindeutige Adresse mit oder ohne Schrägstrich
In Ordnung: Die Variante mit bzw. ohne abschließenden Schrägstrich leitet dauerhaft (301 oder 308) auf die geprüfte Adresse um, leitet auf eine ganz andere Adresse weiter (dann entsteht keine doppelte Seite), liefert einen Fehlerstatus (z. B. 404) oder hat ein Canonical auf die geprüfte Adresse. Verbesserbar: Sie liefert Status 200 ohne passendes Canonical oder leitet nur vorübergehend (302 oder 307) auf die geprüfte Adresse um. Entfällt auf der Startseite.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis eine neue Seite bei Google erscheint?
Eine feste Frist gibt es nicht, und Google garantiert die Aufnahme nicht. Nach dem Entfernen eines noindex kann es laut Google sogar Monate dauern, bis der Googlebot die Seite erneut abruft. Schneller geht es, wenn Sie die Adresse im URL-Prüftool der Google Search Console prüfen und „Indexierung beantragen“ wählen.
Soll ich gelöschte Seiten mit 404 oder 410 beantworten?
Für Google macht das keinen Unterschied: Beide Statuscodes bedeuten, dass der Inhalt nicht mehr existiert, und bereits indexierte Adressen werden entfernt. Gibt es eine passende neue Seite, leiten Sie die alte Adresse stattdessen per 301 dorthin um.
Brauche ich ein Canonical, wenn meine Seite keine Duplikate hat?
Pflicht ist es nicht. Google empfiehlt aber, auch auf der Hauptseite selbst ein Canonical zu setzen. Es hilft, wenn dieselbe Seite unbeabsichtigt unter weiteren Adressen erreichbar ist, etwa mit angehängten Parametern wie ?utm_source=….
Reicht eine Sperre in der robots.txt, um eine Seite aus Google zu entfernen?
Nein. Die robots.txt verhindert nur das Abrufen. Ist eine gesperrte Adresse verlinkt, kann sie trotzdem ohne Beschreibung in den Suchergebnissen erscheinen. Verwenden Sie stattdessen noindex und lassen Sie die Adresse in der robots.txt frei, damit Google die Anweisung lesen kann.
Quellen
- Google Search Central: Funktionsweise der Google Suche (Crawling, Indexierung, Bereitstellung)
- Google: Wie HTTP-Statuscodes die Google-Crawler beeinflussen
- Google Search Central: Indexierung mit noindex blockieren
- Google Search Central: Spezifikation für Robots-Meta-Tags und X-Robots-Tag
- Google Search Central: Kanonische URL mit rel="canonical" angeben
- Google Search Central: Gültiges HTML für Seiten-Metadaten
- Google Search Central: Lokalisierte Versionen einer Seite (hreflang)
- Google Search Central: Best Practices für die URL-Struktur
- Google Search Central Blog: To slash or not to slash (21. April 2010)
- Search Console-Hilfe: Bericht zur Seitenindexierung
- Search Console-Hilfe: URL-Prüftool
- W3C: Declaring language in HTML
- MDN: Quirks-Modus und Standardmodus
- MDN: Das meta-Element (Attribut charset)
- Apache HTTP Server 2.4: Direktive ErrorDocument
- nginx: Direktive error_page
- RFC 5890: Internationalized Domain Names for Applications (IDNA)